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Vier Feuerwehren aus drei Landkreisen mit 78 Einsatzkräften kamen am Freitagabend in Lang-Göns zu einer Gemeinschaftsübung zusammen. „Ein Mülltonnenbrand in der Obergasse in Höhe der Hausnummer 22 auf der gegenüberliegenden Straßenseite“ wurde gegen 18.35 Uhr gemeldet, und auf der Leitstelle gingen weitere Notrufe ein, dass es im Bereich der evangelischen Jakobuskirche stark verbrannt riecht und die Straße verraucht sei. Bereits auf der Anfahrt zur Kirche bemerken die Brandschützer des vorausfahrenden Einsatzleitfahrzeugs eine schwarze Rauchwolke aus der Richtung der gemeldeten Einsatzstelle und lassen weitere Kräfte nachrücken.

 

Dies war die Ausgangslage für die alljährlich gemeinsam und abwechselnd in den verschiedenen Gemeinden stattfindenden großen Gemeinschaftsübung der Feuerwehren Lang-Göns, Leihgestern und Hüttenberg, wobei diesmal noch die Feuerwehr Butzbach mit ihrer Drehleiter eingebunden war. Der Langgönser Wehrführer Steffen Krause und sein Stellvertreter Matthias Körner hatten die Gemeinschaftsübung ausgearbeitet. Die Einsatzleitung oblag dem ehemaligen Langgönser Wehrführer Dirk Herget. Als die beiden ersten Langgönser Löschfahrzeuge vor Ort eintrafen und nach einer schnellen Lageerkundung feststellten, dass der linke und auch der mittlere Teil des Flachdachbaus im Innenbereich stark verraucht waren sowie der gesamte Flachdachbau in Flammen stand, wurden die Feuerwehren aus Leihgestern und Hüttenberg zusätzlich alarmiert und die Drehleiter der Feuerwehr Butzbach angefordert. Zudem verwiesen Passanten darauf, dass sich im Kirchenschiff mehrere Leute aufhielten, während das Feuer drohte, auf das Kirchenschiff und den Glockenturm überzugreifen.

Innerhalb von 20 Minuten waren 13 Einsatzfahrzeuge mit 78 Einsatzkräften, 23 aus Lang-Göns, 24 aus Leihgestern und 27 aus Hüttenberg sowie drei aus Butzbach, vor Ort. Während der Übung wurde die Obergasse im Bereich der Kirche gesperrt und der Verkehr durch Feuerwehreinsatzkräfte umgeleitet. Derweil erfolgte die Rettung der Vermissten und Verletzten durch mehrere Atemschutzttrupps. 21 Verletzte, darunter auch sieben Kinder, mussten durch den stark verrauchten Kirchenvorraum nach außen gebracht werden. Rettungssanitäter aus den Reihen der Langgönser Wehr übernahmen die Erstversorgung.

Aufgrund der Urlaubszeit standen seitens der Rettungsdienste keine Helfer für die Großübung zur Verfügung. Dennoch konnte das Szenario bestens geprobt werden. Bei den Darstellern der zu rettenden und im Kirchenschiff vermissten Personen handelte es sich um sieben Kinder der Jugendfeuerwehr Lang-Göns, neun Personen aus Dornholzhausen und fünf aus Niederkleen. Während die Personenrettung im Kircheninnern lief, erfolgten Löschangriffe von allen Seiten. In der Neugasse war die Drehleiter der Butzbacher Wehr positioniert, um den Flammen Einhalt zu bieten, während die Leihgesterner Wehr vom Osten her einen Löschangriff auf Kirchendach und -turm durchführte. Zudem war von der Neugasse her eine Riegelstellung aufgebaut worden.

Mit C-Strahlrohren wurden die Mülltonnen gelöscht, und nach gut einer Stunde waren alle Brandherde gelöscht und alle Vermissten gerettet. Ein positives Fazit mit lediglich geringen Abweichungen zogen nicht nur Krause und Körner, sondern auch die beiden Übungsbeobachter, der ehemalige Hüttenberger Gemeindebrandinspektor Friedel Mehlmann und Hüttenbergs amtierender Gemeindebrandinspektor Björn Jung. Diese hoben zudem die ausgezeichnete Zusammenarbeit über Gemeinde- und Kreisgrenzen hinweg hervor. Die Übung klang mit einem geselligen Beisammensein im Feuerwehrhaus Lang-Göns bei Grillwürstchen und Steaks aus. Zudem wurden bereits erste Gespräche für die im kommenden Jahr von der Hüttenberger Wehr durchzuführenden Gemeinschaftsübung geführt.

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